Integrativer Kinder- und Jugendfarmbetrieb



Gerne dürfen kleine und große Besucherinnen und Besucher unseren offenen Spielbereich auf dem Trail nutzen.

 

Ab sofort steht mittwochs und samstags zudem der Spieleschrank offen, an dem sich gerne bedient werden darf! Bitte im Anschluss das Aufräumen nicht vergessen :-)

 

 

Was ist die Kinder- und Jugendfarm?

 

Angebote der Integrativen Kinder- und Jugendfarm

 

Die Integrative Kinder- und Jugendfarm besteht aus drei Bereichen:

 

der offene Treffpunkt

• der Tierbereich

der Projektbereich

 

Offener Treffpunkt

Der offene Treffpunkt bietet einen offenen, gestaltbaren Raum, den die Kinder für sich nutzen können. Er eröffnet ihnen die Möglichkeit, frei und kreativ zu spielen, andere Kinder zu treffen, sich auszuprobieren, Freizeit zu verbringen und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kinderbauernhofs in Kontakt zu treten.

 

 

Das pädagogische Team des Kinderbauernhofs und der Reitschule, sowie Eltern und anderweitig Engagierte betreuen den offenen Treffpunkt ehrenamtlich. Sie nutzen ihn witterungs- und jahreszeitabhängig für

 

• gemeinsame Spiele und Interaktionen mit den Kindern

• aktive und kreative  Angebote, abhängig von den jeweiligen Interessen

• kleinere Werk- und Bastelaktionen

 

• die Unterstützung der Kinder in Konfliktsituationen

 

Freiwillige Helferinnen und Unterstützer sind herzlich willkommen!

 

Achtung: Wir übernehmen im Rahmen des offenen Treffpunkts in der Regel nicht die Aufsichtspflicht für Kinder! Bitte sprecht uns im Zweifelsfall an und klärt ab, ob jemand vor Ort diese gewährleisten kann.

 

 

Tierbereich

Der Tierbereich ist ein wichtiger Kontaktbereich der Integrativen Jugendfarm, viele Kinder lernen über unseren Verein über ihr Interesse an Tieren kennen. Bei der gemeinsamen Tierversorgung finden Neuankömmlinge sprachübergreifend schnell einen Zugang zu anderen Kindern und zu den Mitarbeitern. Die Jugendfarm hält verschiedene Nutz- und Haustiere, welche die Kinder versorgen und pflegen können. Der Stallbereich wird pädagogisch betreut. Die Kinder können bei der täglichen Pflege- und Versorgung der Tiere helfen (ausmisten, Futter zubereiten, füttern etc.). Hier können Kinder unter Anleitung direkten Kontakt zu den Tieren bekommen. Dabei wird den Kindern Wissen über die jeweilige Tierart, deren Lebensweise, artfreundliche Haltung, Pflege und Fütterung vermittelt. Die Kinder können die Tiere kennenlernen und eventuelle Berührungsängste abbauen. In der Tierkontrolle zweimal wöchentlich können Kinder bei der Tierkontrolle mitmachen, hierbei wird von einem fachkundigen Ehrenamtlichen die Gesundheit der Tiere überprüft. Hier können die Kinder ihr Fachwissen über die Tierarten vertiefen, mehr über Krankheiten, Verletzungen und deren Versorgung und Behandlung erfahren und lernen dabei Verantwortung für das Wohl der Tiere zu übernehmen. Bei Aktivitäten mit Tieren wie der „Ziegenschule“ (Kunststücke mit Ziegen), Spaziergängen mit den Schafen, clickern mit den Hunden, füttern und beobachten der Hühner oder dem anlocken und streicheln von den Stallkatzen, lernen Kinder die Tiere besser kennen. Sie lernen, sich auf andere Lebewesen einzustellen und auf deren Besonderheiten und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

 

Projektbereich

 

Im Projektbereich der Integrativen Jugendfarm findet jeden Tag mindestens ein pädagogisch betreutes Projektangebot aus dem Bereich alte Gewerke, Backen oder Garten statt. Bei den Handwerksprojekten haben Kinder die Möglichkeit, durch das Herstellen eigener Produkte den Wert von Dingen mit den eigenen Händen zu erfahren und begreifen. Darüber hinaus ermöglichen die Projektangebote Elementarerfahrungen mit Feuer, Wasser, Luft und Erde. Von der Pflege der Schafe über das Scheren, Waschen und Kämmen der Wolle und schließlich deren Verarbeitung (spinnen, filzen, weben etc.) können Kinder am Prozess der Wollverarbeitung aktiv mitwirken. Filzen oder Walken mit warmen Wasser und Seife ist die traditionelle handwerkliche Verarbeitung der Wolle. Dies ermöglicht vielfältige Sinneserfahrungen und erfordert gleichzeitig auch feinmotorische Geschicklichkeit, Konzentration und Ausdauer. Filzen bietet den Kindern die Möglichkeit frei zu experimentieren, da die Werkstücke immer wieder verändert oder ergänzt werden können. Spinnen, das Verarbeiten von gekämmter (kardierter) Wolle zu einem Wollfaden mit Hilfe eines Spinnrades oder einer Handspindel, erfordert viel Geduld und Geschick. Hierbei werden feinmotorische Fähigkeiten geschult und Geduld und Ausdauer gefördert. Weitere Verarbeitungsmöglichkeiten der versponnenen Wolle sind dann z.B. stricken, häkeln oder weben. In der Holzwerkstatt lernen die Kinder den fachgerechten Umgang mit Werkzeugen wie Hammer, Axt, Säge, Akkuschrauber, Zange oder Holzleim. Das selber Gestalten von Holzarbeiten regt die Kreativität an und fördert das Selbstbewusstsein („das hab ich selber gemacht“). Motorische Fähigkeiten, strukturiertes und ergebnisorientiertes Arbeiten werden geschult. In der Holzwerkstatt wird häufig im Team gearbeitet, so werden soziale Kompetenzen gestärkt. Beim gemeinsamen Bauen im Team werden soziale Kompetenzen gestärkt, beim Hämmern, Sägen und Schrauben werden der Umgang mit Werkzeug erlernt und motorische Fähigkeiten geschult. Die Kinderfirma „Selbstgemachtes von der Integrativen Jugendfarm“ findet derzeit nur bei Engagement und Mitwirken von weiteren Ehrentamtlichen statt. Neben dem gemeinsamen Werkeln, Pflanzen und Ernten liegt hier ein Schwerpunkt auf wirtschaftlichen Lernprozessen. Bei diesem Projekt können die Kinder alle Bereiche eines Unternehmens kennenlernen, wie z.B. Planung, Herstellung, Service, Abrechnung und Gewinnbeteiligung. Weiterhin können sich die Kinder an der Pflege des vereinseigenen Gartens beteiligen. Es wird gemeinsam gesät, gepflegt, geerntet und verarbeitet. Unvermeidlich und doch ungezwungen erleben Kinder ökologische Kreisläufe und Zusammenhänge wie Mist und organische Abfälle zu wertvoller Gartenerde werden, woher Wolle und Eier kommen. Auch die großen Kreisläufe des Jahres sind eindrucksvoll erlebbar. Dazu gehören auch Geburt und Tod der Tiere. Sie erwerben Wissen über Pflanzen und Gartenbau und können eigene Ideen einbringen. Gartenarbeit erfordert Geduld und Ausdauer und vermittelt dadurch ein Gefühl für den Wert von Lebensmitteln.

Der Projektbereich liegt uns sehr am Herzen. Leider wird hierzu mindestens eine zweite ehrenamtliche Person benötigt, die wir derzeit selten seiten des Vorstandes stellen können. Wer mitwirken möchte, ist herzlich willkommen!